Feenzauber

Chiqui – Das verzauberte Pferdchen

von Gerhard Paduschek

Es war einmal ein liebes, kleines, weißes Pferd. Sein Name war Chiqui und es lebte einst glücklich und unbeschwert im Land der kleinen Feen. Mit seiner rosaroten Mähne sah es ganz niedlich aus und jeder wollte das hübsche Pferdchen sehen.

Doch eines Tages eine böse, neidische Hexe kam und verzauberte es in einen kleinen traurigen Schwan.

Jedoch etwas machte wohl die böse Hexe verkehrt, denn schon am Abend wurde aus dem Schwan wieder das kleine weiße Pferd. Aber von nun an verwandelte sich Chiqui jeden Tag in ein anderes Tier – oh graus. Da bekamen die Feen schreckliche Angst und das kleine Pferdchen Chiqui lief ganz allein in die weite Welt hinaus.

Am 1. Tag kam es im dunklen Wald an ein Pfefferkuchenhaus und verwandelte sich, oh je, in eine kleine graue…

Maus

Am 2. Tag wanderte Chiqui an einer großen Mühle vorbei und der Müller mahlte gerade das Mehl. Plötzlich wurde aus dem Pferdchen ein braunes, langbeiniges…

Kamel

Am 3. Tag hatte Chiqui vom vielen laufen Durst und ging zu einem großen See. Auf einmal stand es am Ufer als ein braunäugiges, ängstliches…

Bambi Reh

Reh

Am 4. Tag spazierte das Pferdchen am See entlang und schaute ins tiefe, klare Wasser. Es schwammen viele kleine Fische darin. Das Pferdchen schwamm mit ihnen um die Wette als ein großer flinker…

Delphin

Am 5. Tag lief Chiqui an einem langen Fluss entlang bis ans weite, blaue Meer. Da verwandelte es sich in einen gefährlichen, großen, brummenden…

brauner Bär

Bär

Am 6. Tag sah es am Meer hoch am Himmel eine kleine, weiße Möwe und wurde so gleich ein starker und mächtiger…

Löwe

Am 7. Tag machte sich Chiqui wieder auf den Weg und kam vorbei an einer hohen, grünen Hecke. Auf einmal kroch es nur noch ganz langsam, als eine winzig kleine glitschige…

Schnecke

Am 8. Tag lief das Pferdchen über Stock und Stein, bis tief in einen großen Wald hinein. Dort verwandelte es sich plötzlich in ein rosarotes grunzendes…

Schwein

Am 9. Tag verirrte sich Chiqui im dunklen Wald immer wieder. Dann machte es riesengroße Sprünge, aber als ein gefährlicher, braun-schwarzgestreifter…

Tiger

Am 10. Tag begegnete dem Pferdchen an einem Blaubeerbusch ein kleiner, lieber Junge und streichelte es behutsam mit seiner Hand. Doch plötzlich erschraken beide, denn das Pferdchen verwandelte sich in einen dicken, grauen…

Elefant

Am 11. Tag wanderte Chiqui weiter im Wald, ganz weit und auch ganz lange. Auf einmal wurde es zu einer riesigen, zischenden, grünen…

Schlange

Am 12. Tag rannte das Pferdchen aus dem Wald hinaus, ganz flink. „Ja, was war denn das?“ Es konnte ja fliegen, denn es war jetzt ein herrlicher, bunter und leuchtender…

Schmetterling

Am 13. Tag spazierte Chiqui an einem Bauernhof vorbei. Dort legten mit viel geschrei, gackernde Hühner ein buntes Osterei. Das Pferdchen wurde selbst ein bunter Vogel, nämlich ein blau-grün-roter, sprechender…

Papagei

Papagei

Am 14. Tag trabte das Pferdchen über eine große grüne Wiese, mit vielen Blümchen. Sie waren ganz bunt. Doch sogleich fing es an zu bellen, denn es war nun ein kleiner, wuscheliger…

Hund

Am 15. Tag lief Chiqui auf und ab über Berg und Tal. Vor seiner Nase summte eine kleine, lustige Fliege. Da fing das Pferdchen plötzlich an zu meckern, als eine braune, bärtige…

Ziege

Am 16. Tag wanderte das Pferdchen weiter und kam an eine Weide mit saftigem Grase. Da verwandelte es sich in einen kleinen, graubraunen, hoppelnden…

Hasen

Am 17. Tag sah Chiqui auf einer Wiese ein liebes, kleines Mädchen. Es pflückte viele bunte Blumen, ganz fleißig und brav. Das Pferdchen stand plötzlich im hohen Grase, als weißes, blökendes…

Schaf

Schaf

Am 18. Tag spazierte es weiter, vorbei an einem schönen Garten mit einer großen Laube und aus dem Pferdchen wurde eine grauweiße, gurrende…

Taube

Am 19. Tag begegnete ihm ein lustiger Elefant. Der gab jedem, der vorbei kam, mit seinem langen Rüssel freundlich die Hand.
Er gehörte zu einer Zirkusfamilie. Neugierig schaute Chiqui in das große Zirkuszelt und staunte über die bunte Zirkuswelt.In der Manege war gerade ein lustiger Clown zu sehen. Der machte viel Spaß für die Kinder und immer alles verkehrt. Plötzlich wurde Chiqui ein geschmücktes, bunt schillerndes…

Zirkus-Pferd

Am 20. Tag war Chiqui von all den vielen Verwandlungen schon ganz müde, wanderte weiter mit düsterer Miene und verwandelte sich schon wieder, nämlich
in eine kleine, goldbraune, summende…

Biene

Ja, so ging es immer weiter, noch lange Zeit. Chiqui konnte schon gar nicht mehr richtig laufen. Von der ganzen Anstrengung musste es immer wieder verschnaufen. Nach vielen, vielen Tagen, das kleine Pferdchen fror schon sehr, denn es war bitterkalt, da fand es endlich wieder zurück zu den kleinen Feen, im wunderschönen Märchenwald. Es hielt sich kaum noch auf seinen dünnen Beinen, war sehr traurig, fing fürchterlich an zu weinen und sprach: „Ihr lieben kleinen Feen, würdet ihr mir bitte helfen, das wäre fein? Ich will nie wieder ein anderes Tier mehr sein. Ach, könnt ihr vielleicht den bösen Zauber vertreiben? Ich möchte doch immer nur ein kleines Pferdchen bleiben.“

Und die vielen kleinen Feen schafften es tatsächlich gemeinsam mit vereinten Zauberkräften und ihren lieblichen Gesang. Von nun an blieb Chiqui das kleine, liebe, weiße Pferdchen, sein ganzes Leben lang. Alle in dem großen Märchenwald freuten sich so sehr über den vertriebenen Zauber der bösen Hexe, dass sie gleich ein großes Fest vorbereiteten, denn nun war keinen mehr bang. Sie tanzten und feierten ganze drei Tage lang.

Es gratulierten und feierten mit ihnen auch zwei ganz besondere Gäste aus einem fernen Städtchen, nämlich der kleine liebe Junge und das kleine liebe Mädchen.

Amelie und Moritz

Hier geht’s zum Lied der Geschichte!

 

Hast du auch gut aufgepasst?

Wer ist Chiqui?

Was tat eines Tages eine böse Hexe im Märchenwald?

Was geschah dann mit dem Pferdchen?

In wie viele andere Tiere verwandelte sich Chiqui?

Nenne alle Tiere die in dieser Geschichte vorkommen?

Wie viele sind es?

Nenne davon die Tiere, die fliegen können?

Wie viele sind es?

Wie vertrieben die kleinen Feen den bösen Zauber der Hexe?

Wer feierte im Märchenwald ein großes Freudenfest?

© 2018 opas-kinderlieder.de

Feenzauber

Hüpferling – Eine kleine Amselgeschichte

von Gerhard Paduschek 

Amselmann

Jedes Jahr im Frühling und Frühsommer suchen viele Vogelpärchen in der Natur nach geeigneten Plätzchen, um ihr Nest zu bauen, Junge zur Welt zu bringen und ausreichend Futter zu suchen.
Manche, wie zum Beispiel Amseln, suchen ihre Nistplätze auch auf bewohnten Grundstücken.

Von einem lustigen und schönen Erlebnis mit einem Amselpärchen soll meine kleine Geschichte berichten. Diese wird von einer kleinen Amsel selbst erzählt.
Ich wünsche viel Spaß dabei.

Mit Fleiß, ein eigenes Heim

Guten Tag. Darf ich mich vorstellen? Ich bin Hüpferling, ein prächtiges Amselmännchen, mit großen wachsamen Augen, kräftigem gelben Schnabel und einem schwarzen, glänzenden Federkleid.
Vielleicht ist Hüpferling gar nicht mein richtiger Name. Aber so nannte mich liebevoll Opa Gerhard

Ganz bestimmt gab er mir diesen Namen, weil ich beim Futtersuchen auf der Wiese oder im Gebüsch so drollig umherhüpfe. Aber ich kann auch ganz schnell laufen, mit meinen kleinen flinken Beinchen.
Im Frühsommer beschlossen wir, mein Amselfrauchen und ich, auf Opas Grundstück einzuziehen. Opas Grundstück ist nördlich von Halle, ungefähr 10 Amselflugminuten von der Stadt an der Saale entfernt. Natürlich wohnten wir nicht in Opas Haus, sondern unter seinem Carport. Das ist ein Abstellplatz für sein Auto. Es ist aus Holz gebaut und hat ein sonniges Dach. An drei seitlichen Pfosten rankten dichte grüne Klematispflanzen und boten uns reichlich Schutz und genügend Platz für ein Nest.

Diesen Ort hatte uns ein Verwandter empfohlen, der vor zwei Jahren dort auch schon ein Nest für seine Amselfamilie baute.
Tagelang suchten wir fleißig nach allem, was sich für ein großes dichtes Nest eignete. Wir sammelten Blätter, Halme, kleine Wurzeln und andere Pflanzenreste, die reichlich in der Umgebung zu finden waren.
Übrigens, Opa Gerhard konnte uns beide sehr gut unterscheiden. Mein Frauchen ist kleiner als ich, hat ein braunes Federkleid und einen kleinen graubraunen Schnabel. Sie ist meist auch ängstlicher als ich und scheu.

Als Opa unser Nest entdeckte, freute er sich sehr über seine neuen Gäste und sprach oft mit uns. Wir merkten bald, dass er
uns nie etwas antun würde und ließen uns mit gebührendem Abstand ruhig bei unserer Arbeit beobachten.

Lieber kleiner Hüpferling, kennst weder Rast noch Ruh, bist fleißig, dir ein Nest zu bau’n, suchst Futter immerzu.

Die „fliegende“ Katze

Man kann nie vorsichtig genug sein. Leider haben wir auch Feinde, die uns Amseln und besonders unseren Jungen etwas Böses antun wollen. So zum Beispiel die vielen Katzen und nachts auch die Marder, die sich auf den Wiesen herumtreiben.

Eines Abends, wir waren gerade bei der Futtersuche, da schlichen mir zwei große Katzen immer hinterher. Plötzlich sprang die eine auf mich los und ich konnte mich gerade noch auf einen Ast im hohen Kirschbaum retten, der auf dem Spielplatz vor Opa Gerhards Grundstück steht. Mein kleines Herz pochte ganz doll und ich dachte mir: „So ein Glück, dass Katzen nicht fliegen können wie wir Amseln.“. Die Katze aber sprang wild hinterher und kletterte ganz schnell den dicken Baumstamm hinauf, zwei Meter hoch. Dort oben krallte sie sich am Stamm fest, blickte um sich und dachte wohl: „Wie komm ich jetzt bloß wieder hinunter?“. Dann ließ sie sich einfach nach unten fallen, auf die Spielplatzwiese.
Ob sie sich die Pfoten oder gar die Nase wehgetan hat, weiß ich nicht.
So war die böse Katze nun doch noch „geflogen“.

Lieber kleiner Hüpferling, sei immer auf der Hut,
stets wachsam und flieg weg geschwind, dass keiner dir was tut.

Bald sind wir eine große Familie

Nach einiger Zeit hatten wir unser Nest fertig gebaut. Mein Frauchen legte ihre Eier hinein und begann zu brüten. Weil es auch bei uns Vögeln Gleichberechtigung gibt, wechselten wir uns immer beim Brüten oder Futter suchen ab.
Oft war es am Tage sehr heiß. Opa Gerhard stellte uns fürsorglich eine Schüssel mit frischem Wasser an ein schattiges Plätzchen am Carport. So hatten wir immer reichlich zu trinken.

Nach ein paar Wochen war es endlich so weit. Aus unseren Eiern schlüpften drei kleine hellbraun gefiederte Amselkinder und rissen unentwegt ihre Schnäbel ganz weit auf. Sie waren ständig hungrig und wollten schnell wachsen. Wir sagten ihnen immer wieder: „Seid auf der Hut und steckt eure Köpfchen nicht so weit aus dem Nest!“. Als Opa Gerhard unsere Jungen zum ersten Mal sah, war seine Freude groß.

Gleich zeigte er unseren Nachwuchs der kleinen Nachbarstochter Luise und natürlich ganz stolz seinem kleinen Enkeltöchterchen Amelie. Sie war gerade mit ihren Eltern aus dem fernen Schwabenland zu Besuch bei ihrem Opa.
Amelie wurde Ostern erst ein Jahr alt und konnte noch nicht richtig sprechen. Als sie auf Opas Arm sitzend meine Frau mit den Kinderchen erblickte, zeigte sie mit ihren Fingerchen auf unser Nest und sagte lächelnd: „Da!“.

Amselfrauchen

Lieber kleiner Hüpferling, hilfst deinem Frauchen fein.
Wirst, wenn die Jungen ausgeschlüpft, ein guter Vati sein.

Opa, such mich doch!

Opa Gerhard kam einmal etwas nah an unser Nest heran, um meine Frau mit den Kinderchen zu fotografieren. Nach dem
Schlüpfen unserer Jungen, war jedoch meine Frau sehr ängstlich und erschrak, als der Fotoapparat plötzlich hell aufblitzte. Es dauerte lange, bis sie ihre Scheu wieder überwunden hatte.

Ich dagegen ließ mich ruhig und gern von Opa fotografieren und spielte auch manchmal „Verstecken“ mit ihm.
Abends, wenn er auf der Couch saß und zum Fenster hinaus blickte, hüpfte ich auf der Terrasse herum, setzte mich auf den Tisch oder auf eine Stuhllehne.
Dann rief Opa immer nach mir, ging langsam zur Terrassentür und nach draußen.
Ich flitzte dann so schnell ich konnte über die Wiese und versteckte mich unter der großen Tanne oder in den dichten Zweigen der Kiefernbüsche und wartete ganz still.
Opa suchte nach mir und rief: „Hüpferling, wo bist du denn? Hab keine Angst. Ich tu dir doch nichts!“. So hatten wir oft viel Spaß miteinander.
Einmal saß Opa beim Abendessen auf seiner Terrasse. Ich flog dicht an seinem Kopf vorbei auf die Dachrinne seines flachen Bungalow-Daches und zeigte ihm voller Stolz, was ich in meinem Schnabel hatte. Es war eine große dicke grüne Raupe, die ich zum Abendessen für meine Amselfamilie gefangen hatte.
Naja, sehr erfreut sah Opa Gerhard nicht gerade aus. Sicher haben wir Amseln einen anderen Geschmack, was ein gutes Abendessen ist.

Amsel auf Dachrinne

Lieber kleiner Hüpferling, es macht mir sehr viel Spaß,
wenn ich dich lustig hüpfen seh', im hohen grünen Gras.

Es ist noch einmal gut gegangen

Eines Tages hatte ich mit meiner Familie ein ganz schlimmes Erlebnis.
Eine riesengroße rot-braun gestreifte Katze schlich wie ein Tiger am Carport in der Nähe unseres Nestes herum und schnupperte. Ich hatte mächtige Angst. Mein kleines Herz pochte schnell und kräftig als wollte es aus meiner Brust herausspringen.

Mit lautem Geschrei und schnellem hin- und herhüpfen versuchte ich die Katze zu verjagen. Aber, auch wenn ich mich noch so sehr anstrengte, es gelang mir einfach nicht, die Katze zu vertreiben.
Doch zum Glück war Opa Gerhard zu Hause. Ihm kam wohl dieses Geschrei' sehr bekannt vor. Mein Verwandter berichtete mir nämlich einmal, dass vor zwei Jahren etwas Ähnliches geschah. Damals war eine große Katze auf Opas Auto gesprungen und wollte an das Nest seiner Jungen. Vom Geschrei' meines Verwandten alarmiert, erkannte Opa die Gefahr und verjagte rasch die gefährliche Katze. Diesmal rettete Opa auch meine Familie vor der drohenden Gefahr. Durch lautes Händeklatschen hatte er die böse Katze in die Flucht geschlagen. Ich rannte und flog ihr noch eine ganze Weile hinterher, damit sie bloß nicht wiederkommt. Das war ja noch einmal gut gegangen. Gemeinsam hatten wir Schlimmes verhindert.

Abends sah Opa nach unserem Nest, damit wir und vor allem unsere Jungen nicht wieder von einer bösen Katze bedroht werden. Ich saß meist auf seinem Bungalow-Dach und konnte alles genau beobachten. Zufrieden putzte und ordnete ich dabei mein von den Anstrengungen des Tages zerzaustes Federkleid.

Lieber kleiner Hüpferling, du hüpfst gar lustig drein.
Will einer dir was Böses tun, kannst du ganz tapfer sein.

Opa hat alle Vögel lieb

Opa ist natürlich auch der Freund vieler anderer Vogel-Verwandten. In seinem Garten steht ein großes offenes Vogelhaus auf einem hohen Pfosten für alle Vögel, die in seinem Ort überwintern. Das sind zum Beispiel Meisen, Finken, Rotkehlchen und viele andere. Im Winter streut Opa reichlich Körner ins Vogelhaus und es tummeln sich dort manchmal bis zu 20 Vögel gleichzeitig und picken hungrig das Futter auf.

Ein Fink erzählte mir letztes Jahr, dass er, als mal kein Futter mehr im Vogelhäuschen war, ans Küchenfenster flog. Er klammerte sich mit seinen kleinen Krallen an einen Mauervorsprung am Fenster und zwitscherte ganz laut. Als Opa Gerhard den kleinen Fink sah, holte er gleich neues Futter und streute es ins Vogelhaus und etwas auf die Fensterbank. Der Fink bedankte sich, pickte hungrig die Körner von der Fensterbank auf und ließ sich dabei ganz nah durchs Küchenfenster beobachten.

Lieber kleiner Hüpferling, es kommt die Winterzeit.
Für deine Freunde leg ich dann reichlich Futter bereit.

Auch die schönste Zeit ist einmal zu Ende

Nun sind unsere Jungen groß genug und selbstständig geworden. Sie suchen ihr Futter alleine und haben fliegen gelernt. Wir hatten alle eine schöne Sommerzeit verbracht. Für mich und meine Frau wurde es jedoch Zeit weiterzuziehen.
Opa Gerhard schaute sich manchmal das leere Nest an, saß dann ganz traurig auf seinem Sofa, blickte suchend auf die Terrasse und auf die Wiese.

Bevor wir endgültig weiter zogen, hüpfte ich am Abend mit meiner Frau noch einmal auf der Terrasse herum, um Abschied zu nehmen. Als Opa uns bemerkte, lachte er wieder, stand auf und winkte uns zu.
Unseren Bekannten und Verwandten werden wir alles, was wir erlebt hatten, genau berichten. Vielleicht wird ja nächstes Jahr wieder ein Amselpärchen unter Opas Carport einziehen, ein Nest bauen und wie wir eine schöne Zeit erleben.

Amsel fliegt davon

Lieber kleiner Hüpferling, du fliegst von Ort zu Ort.
Die Zeit mit dir war wunderschön, doch einmal musst du fort.